Die aufwendige Fassade des Gmundner Rathauses birgt eine stündliche Freude, eine Klanglandschaft, die kunstvoller ist als das einfache Läuten einer Uhr.
C.Stadler/Bwag / CC BY-SA 4.0, via Wikimedia CommonsGmunden
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“Where Alpine grandeur meets the still waters of a lake.”
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Dieses gefeierte Inselidyll, ein vertrauter Anblick auf Postkarten, diente einst einem überraschend praktischen Zweck, der mit der industriellen Vergangenheit der Stadt verbunden war.
Das unverwechselbare grün-weiße Geschirr, das in ganz Österreich zu finden ist, hat eine weniger bekannte Entstehungsgeschichte, die aus dem Einfallsreichtum der Stadt geboren wurde.
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KaufenDie Geschichte von Gmunden
Gmunden, eine Stadt in Oberösterreich, liegt am Nordufer des Traunsees, eingebettet in die Salzkammergut-Berge. Die Stadt bietet eine Mischung aus alpiner Landschaft und idyllischer Ruhe am See und zieht Besucher mit ihrem klaren Wasser und ihrer beständigen Architektur an. Gmunden, mit rund 13.000 Einwohnern, ist bekannt für sein gemächliches Tempo und seine malerische Lage.
Oft als "Monte Carlo der Alpen" bezeichnet, verbindet Gmunden Kulturerbe mit Outdoor-Aktivitäten. Von gemütlichen Spaziergängen entlang der Esplanade bis hin zu anspruchsvolleren Bergwanderungen dient die Stadt als Tor zur umliegenden Naturschönheit. Ihr historischer Kern mit bunten Fassaden und der bekannten Gmundner Keramik spiegelt eine tiefe Vergangenheit wider.
Während Orte wie Hallstatt sehr belebt sein können, bewahrt Gmunden einen ruhigeren Reiz und ermöglicht eine beschaulichere Begegnung mit dem österreichischen Salzkammergut. Hier ist die Luft frisch und die Spiegelung der Berge im See bildet eine fesselnde Kulisse für Entdeckungen und Erholung.
Vom Salzhandel zum Kurort
Gmundens Ursprünge reichen bis in die Antike zurück, als Illyrer bereits um 1000 v. Chr. Salz in der Region gewannen. Im 5. Jahrhundert n. Chr. existierte eine Siedlung, und bis 1186 war Gmunden ein befestigter, ummauerter Ort. Offiziell wurde es 1278 zur Stadt erhoben. Seine strategische Lage an der Mündung der Traun machte es im frühen Mittelalter zu einem wichtigen Umschlagplatz für den Salzhandel.
Die Verteidigungsanlagen der Stadt waren beträchtlich und umfassten eine Stadtmauer, Türme und einen Mitte des 13. Jahrhunderts hinzugefügten, 20 Meter breiten Stadtgraben. Die dem See zugewandte Seite Gmundens wurde durch dicke Holzpfähle geschützt, die halbkreisförmig in den Seeboden gerammt waren, mit einem Tor für die Durchfahrt der Salzschiffe. Im 17. Jahrhundert lieferte Gmunden sogar Kriegsschiffe an Österreich und stellte Lazarette für verwundete Soldaten im Ersten Weltkrieg.
Neben Salz erlangte Gmunden Anerkennung für seine charakteristische grün glasierte Keramik, wobei Ende des 16. Jahrhunderts sieben Meistertöpfer verzeichnet waren. Als die Bedeutung des Salzhandels im 19. Jahrhundert abnahm, passte sich Gmunden an und entwickelte sich zu einem Gesundheits- und Sommerfrischeort. 1862 wurde es offiziell als Kurort anerkannt und bot verschiedene Bäder und Behandlungen an. In dieser Zeit wurde es auch von der europäischen Aristokratie frequentiert, darunter Erzherzöge von Österreich, sowie von Kulturschaffenden wie Franz Schubert und Johannes Brahms. Die barocke Pfarrkirche, erbaut auf Fundamenten aus dem 13. Jahrhundert, wurde 1723 geweiht, und das Rathaus stammt aus dem Jahr 1659, was das beständige architektonische Erbe der Stadt widerspiegelt.
Das bekannteste Bauwerk ist Schloss Ort, eine mittelalterliche Burg auf einer kleinen Insel im Traunsee, die über eine lange Holzbrücke erreichbar ist. Besucher können den Burghof und das Museum erkunden; das Schloss ist ein beliebter Ort für Hochzeiten. Die Esplanade, ein kilometerlanger, autofreier Spazierweg, der von Kastanienbäumen beschattet wird, bietet See- und Bergblick und ist ideal für einen entspannten Spaziergang.
Im Stadtzentrum bietet der Rathausplatz das historische Rathaus mit seinem markanten Keramikglockenspiel und seiner aufwendigen Architektur. In der Nähe präsentieren die Gmundner Keramik Manufaktur und ihre Geschäfte die Töpfertradition der Stadt, bekannt für ihre grün-weißen Designs. Für weite Ausblicke führt die Grünberg Seilbahn auf den Grünberg, von wo aus Wanderwege und ein Baumwipfelpfad zugänglich sind. Vom Gipfel des Grünbergs führt ein einstündiger Weg zum Laudachsee, einem ruhigen Bergsee. Der Traunsee selbst bietet verschiedene Aktivitäten, darunter Bootsausflüge auf dem historischen Dampfer "Gisela", Schwimmen, Segeln und Kajakfahren.
Die günstigste Zeit für Gmunden für Aktivitäten bei warmem Wetter ist von Ende Juni bis Ende August, wenn die durchschnittlichen Tageshöchsttemperaturen über 19°C liegen. Die Sommer sind mild und angenehm, mit Temperaturen um 20-25°C, ideal für Aktivitäten am See und Spaziergänge. Frühling und früher Herbst mit Temperaturen um 10-15°C bieten klare Luft, die sich gut für Erkundungen ohne extreme Hitze oder Kälte eignet. Während die Winter Schnee und kältere Temperaturen um -2 bis 3°C bringen, wird die Stadt zu einem ruhigen, verschneiten Refugium und bietet Winteraktivitäten wie Eisstockschießen und Schlittschuhlaufen.
Gmunden ist mit dem Auto erreichbar, etwa 90 Autominuten von Salzburg über die A1 entfernt, oder mit dem Zug, ca. 2,5 Stunden direkt vom Wiener Hauptbahnhof. Die lokale Straßenbahn, die Traunseetram, verbindet den Hauptbahnhof mit dem Seeufer. Öffentliche Toiletten sind in der ganzen Stadt verfügbar, besonders in der Nähe des Rathausplatzes, der Seepromenade und großer Parkplätze, und kosten in der Regel etwa 0,50 €. Es gibt mehrere Parkmöglichkeiten, darunter zentrale Parkplätze, Tiefgaragen und kostenlose Park & Ride-Zonen. Für lokale Informationen bietet das Tourismusbüro, meist in der Nähe des Rathausplatzes, Karten, Broschüren und Veranstaltungsprogramme. Hostels kosten in der Regel zwischen 25 € und 40 € pro Nacht, und ein einfaches Essen kann zwischen 8 € und 12 € kosten.
- Wofür ist Gmunden bekannt?
- Gmunden ist bekannt für seine malerische Lage am Traunsee, sein ikonisches Inselschloss Schloss Ort und seine charakteristische grün-weiße Gmundner Keramik. Es hat auch eine Vergangenheit als bedeutendes Salzhandelszentrum und als Kurort im 19. Jahrhundert.
- Wie tief ist der Traunsee?
- Der Traunsee ist der tiefste See Österreichs und erreicht eine Tiefe von etwa 191 Metern.
- Kann man Schloss Ort besuchen?
- Ja, Schloss Ort ist über eine Holzbrücke vom Festland aus erreichbar. Besucher können den Burghof und das Museum erkunden, obwohl es auch ein beliebter Ort für Hochzeiten ist.
- Welche Outdoor-Aktivitäten gibt es in Gmunden?
- Gmunden bietet eine Reihe von Outdoor-Aktivitäten, darunter Spaziergänge entlang der Esplanade, Wanderungen auf den Grünberg und zum Laudachsee, Bootsausflüge auf dem Traunsee sowie Wassersportarten wie Schwimmen, Segeln und Kajakfahren.
- Ist Gmunden überlaufen?
- Im Vergleich zu stärker besuchten Gebieten wie Hallstatt hat Gmunden im Allgemeinen eine ruhigere und entspanntere Atmosphäre und bietet eine weniger überfüllte Erfahrung im österreichischen Salzkammergut.
- Was ist Gmundner Keramik?
- Gmundner Keramik ist eine traditionelle österreichische Keramik, die seit über 500 Jahren in Gmunden hergestellt wird und sich durch ihre ikonischen grün-weißen Designs auszeichnet. Die Töpfertradition der Stadt wurde zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor, als der Salzhandel zurückging.
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