Betrachten Sie die Fassaden der Gebäude rund um den Hauptplatz; sie offenbaren mehr als nur einfache Dekoration.
Gernot Arnberger Itworks / CC BY-SA 2.5, via Wikimedia CommonsGmünd
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“Where ancient stones meet contemporary canvases, and borderland narratives unfold.”
Gmünd, wie es niemand erzählt.
Nicht die Postkarten. Die Geschichten, die selbst Einheimische nicht kennen – dir ins Ohr geflüstert, genau dort, wo sie geschahen.
Stellen Sie sich einen heiligen Raum vor, der so integriert war, dass er buchstäblich einem Durchgang weichen musste.
Dieser scheinbar gewöhnliche Bahnhof birgt eine überraschende Vergangenheit, verbunden mit internationalen Grenzen und einer geteilten Stadt.
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KaufenDie Geschichte von Gmünd
Gmünd, eine historische Stadt in Kärnten, Österreich, bietet eine fesselnde Mischung aus mittelalterlichem Erbe und einer blühenden zeitgenössischen Kunstszene. Gelegen am Zusammenfluss der Flüsse Lieser und Malta und am Rande des Nationalparks Hohe Tauern sowie des Biosphärenparks Nockberge, ist Gmünd ein attraktives Reiseziel für Kulturbegeisterte und Naturliebhaber.
Bekannt als die 'Künstlerstadt', pflegt Gmünd seit über zwei Jahrzehnten Kunst und Kultur und wurde 2011 mit dem EDEN Award für nachhaltige Stadtentwicklung ausgezeichnet. Seine gut erhaltene mittelalterliche Stadtarchitektur bildet einen charmanten Rahmen für zahlreiche Galerien, Werkstätten und kulturelle Veranstaltungen im Laufe des Jahres.
Über sein künstlerisches Flair hinaus birgt Gmünd auch eine bedeutende historische Bedeutung, von seinen römischen Straßenursprüngen bis hin zu seiner unerwarteten Verbindung mit den Anfängen der Porsche-Sportwagen. Ob Sie alte Burgen erkunden, sich mit interaktiven Kunstinstallationen beschäftigen oder einfach durch seine malerischen Straßen schlendern, Gmünd verspricht ein bereicherndes und überraschendes Erlebnis.
Von römischen Straßen zu Renaissance-Mauern
Die Ursprünge von Gmünd reichen bis zu einer römischen Straße zurück, die einst vom Drautal über den Katschbergpass nach Salzburg führte. Die Stadt selbst wurde wahrscheinlich Mitte des 13. Jahrhunderts von Erzbischof Eberhard II. von Salzburg gegründet und diente als befestigter Außenposten im Herzogtum Kärnten. Sie wurde erstmals 1252 dokumentiert und erhielt 1346 Stadtrechte.
Das imposante Schloss Gmünd, ebenfalls aus der Mitte des 13. Jahrhunderts stammend, thront auf einem Hügel über der Altstadt. Diese Burg widerstand 1487 eine siebenjährige Belagerung und anschließende Zerstörung durch die Truppen von König Matthias Corvinus, nur um zwischen 1502 und 1506 unter Erzbischof Leonhard von Keutschach wieder aufgebaut zu werden. Sie erlebte 1525 eine weitere Belagerung während des Deutschen Bauernkriegs, wurde jedoch nicht eingenommen. Erzbischof Wolf Dietrich Raitenau erweiterte das Gebäude 1607 weiter. Heute, nach der Restaurierung nach einem Brand im Jahr 1886, beherbergt das Schloss Theateraufführungen, Konzerte und Vorträge.
Innerhalb der Stadtmauern wurde zwischen 1651 und 1654 das barocke Palais der italienischen Adelsfamilie Lodron, Verwandte und Beamte der Salzburger Erzbischöfe, erbaut. Die gotische Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde 1399 geweiht und trägt zum bleibenden architektonischen Erbe der Stadt bei.
Eine geteilte Identität und automobile Innovation
Ein bedeutendes Kapitel in der Geschichte von Gmünd entfaltete sich nach dem Ersten Weltkrieg. Die Entwicklung der Stadt wurde stark durch die Eröffnung der Kaiser-Franz-Joseph-Bahn im Jahr 1869 beeinflusst, die Wien mit Prag verband. Der Vertrag von Saint-Germain im Jahr 1919 trat jedoch den nördlichen Teil von Gmünd, bekannt als Böhmzeil (heute České Velenice), einschließlich des Hauptbahnhofs, an die Tschechoslowakei ab. Diese Teilung machte den Bau eines neuen Bahnhofs in Gmünd erforderlich, wodurch es zu einem Grenzbahnhof wurde.
Während des Zweiten Weltkriegs spielte Gmünd eine unerwartete Rolle in der Automobilgeschichte. Ab 1944 war das Ingenieurbüro von Ferdinand Porsche in Gmünd ansässig, um alliierten Bombenangriffen zu entgehen. Hier, zwischen 1944 und 1950, entwarfen und bauten Ferdinand Porsches Sohn Ferry Porsche und Erwin Komenda die ersten Porsche 356 Sportwagen, darunter den Prototyp "Nr. 1" von 1948. Ein privates Porsche-Museum erinnert heute an diese Zeit und zeigt eine Sammlung früher Porsche 356 Modelle.
Beginnen Sie Ihre Erkundung auf dem Hauptplatz von Gmünd, einem zentralen Punkt, umgeben von historischen Gebäuden wie dem Alten Rathaus und den markanten Sgraffito-Häusern mit ihren verzierten Fassaden. Von dort aus schlendern Sie durch die mittelalterlichen Gassen, um zahlreiche offene Galerien und Werkstätten zu entdecken, denn Gmünd ist als 'Künstlerstadt' bekannt.
Ein Besuch des Schlosses Gmünd ist unerlässlich. Diese mittelalterlichen Schlossruinen aus dem 13. Jahrhundert bieten einen Einblick in die Vergangenheit der Stadt und einen weiten Ausblick. Das Schloss beherbergt auch kulturelle Veranstaltungen und ein Restaurant.
Tauchen Sie ein in interaktive Kunst im Pankratium Gmünd – Haus des Staunens, wo Sie Musik durch faszinierende Experimente erleben können, die Sehen, Hören und Tasten ansprechen. Für Automobilenthusiasten ist das Porsche Automuseum Gmünd ein lohnenswerter Stopp, der die Zeit von Professor Ferdinand Porsche in Gmünd und die Entstehung der ersten Porsche 356 dokumentiert.
Verpassen Sie nicht die einzigartige Kreuzbichl Kapelle, wo eine alte römische Straße buchstäblich durch das Kirchengebäude verläuft. Die Stadtturmgalerie Gmünd ist ein weiterer bedeutender Ausstellungsraum, der Werke international gefeierter Künstler präsentiert. Für Geschichtsinteressierte bietet die 'Eva Faschaunerin' Ausstellung im ehemaligen Gefängnis einen faszinierenden, wenn auch etwas düsteren Einblick in das ländliche Leben des 18. Jahrhunderts und die Geschichte der letzten hingerichteten Person im Bezirk.
Jenseits der Stadt bietet der Naturpark Blockheide eine wunderbare Gelegenheit, die einzigartige Landschaft des Waldviertels mit seinen markanten Felsformationen und malerischen Wanderwegen zu erkunden. Für eine Reise in die Vergangenheit sollten Sie eine Fahrt mit der Waldviertler Schmalspurbahn in Betracht ziehen, einer Schmalspurbahn, die Dampflokomotivenfahrten durch die malerische Landschaft des Waldviertels anbietet.
Gmünd ist ein ganzjähriges Reiseziel, jede Jahreszeit bietet ein anderes Erlebnis. Für Aktivitäten bei warmem Wetter wie Wandern und Erkunden der Naturparks ist die Zeit von Ende Juni bis Ende August ideal, mit durchschnittlichen Höchsttemperaturen um 23°C. Die klarsten Himmel gibt es im Juli.
Frühling (März bis Mai) und Frühherbst (Mitte September bis Oktober) bieten angenehmes Wetter mit weniger Andrang, was sie für Besichtigungen und kulturelle Veranstaltungen auszeichnet. Die Winter (Dezember bis Februar) sind kalt, schneereich und windig, mit durchschnittlichen Tiefsttemperaturen um -4°C, und bieten Möglichkeiten für Wintersport und den Genuss der festlichen Adventstimmung.
Gmünd ist mit dem Auto über die B41 und mit dem Zug über die Franz-Josefs-Bahn erreichbar. Der Bahnhof Gmünd NÖ dient als Grenzbahnhof, von dem sowohl Normalspurstrecken (betrieben von den Österreichischen Bundesbahnen) als auch Schmalspurbahnen (Waldviertler Eisenbahnen) abzweigen. Der Bahnhof wurde von 2013 bis 2017 modernisiert und ist mit Aufzügen und einem elektronischen Fahrgastinformationssystem barrierefrei.
Die Stadt bietet eine Reihe von Unterkünften, von gemütlichen Pensionen bis hin zu Hotels. Das örtliche Tourismusbüro am Stadtplatz im Glas- und Steinmuseum bietet umfassende Informationen zu Unterkünften, Gastronomie und Sehenswürdigkeiten. Viele Kunststudios und Galerien sind öffentlich zugänglich, oft kostenlos. Der öffentliche Nahverkehr ist gut ausgebaut, und für die Erkundung der Stadt sollten mehrere Stunden eingeplant werden.
- Wofür ist Gmünd bekannt?
- Gmünd ist weithin als 'Künstlerstadt' bekannt, wegen seiner blühenden Kulturszene, zahlreichen Galerien und Werkstätten. Es ist auch als Geburtsort der ersten Porsche 356 Sportwagen und für seine mittelalterliche Architektur bekannt.
- Gibt es zwei Städte namens Gmünd in Österreich?
- Ja, es gibt zwei Städte namens Gmünd in Österreich: Gmünd in Kärnten und Gmünd in Niederösterreich. Dieser Reiseführer bezieht sich speziell auf Gmünd in Kärnten.
- Was ist die Bedeutung des Porsche Automuseums in Gmünd?
- Das Porsche Automuseum in Gmünd erinnert an die Zeit während und nach dem Zweiten Weltkrieg, als das Ingenieurbüro von Ferdinand Porsche in der Stadt ansässig war und die ersten Porsche 356 Sportwagen dort entworfen und gebaut wurden.
- Welche Art von Naturattraktionen gibt es in der Nähe von Gmünd?
- Gmünd liegt in der Nähe des Nationalparks Hohe Tauern und des Biosphärenparks Nockberge und bietet Zugang zu Wanderungen, Radtouren und faszinierenden Naturlandschaften. Der Naturpark Blockheide mit seinen einzigartigen Felsformationen ist ebenfalls in der Nähe.
- Kann ich von Gmünd aus eine malerische Zugfahrt machen?
- Ja, die Waldviertler Schmalspurbahn bietet nostalgische Dampf- und Diesellokomotivenfahrten durch die malerische Landschaft des Waldviertels, mit Strecken nach Groß Gerungs, Litschau und Heidenreichstein.
- Was ist das 'Haus des Staunens' in Gmünd?
- Das Pankratium Gmünd, auch bekannt als 'Haus des Staunens', ist ein interaktives Museum, in dem Besucher Musik durch faszinierende Experimente erleben können, die Hören, Sehen und Tasten ansprechen.
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