Iphofen beherbergt die weltweiten Betriebe eines großen Baustoffunternehmens, und deren Museum birgt eine unerwartete Sammlung.
Berthold Werner / Public domain, via Wikimedia CommonsIphofen
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“Where ancient ramparts embrace contemporary vintages.”
Iphofen, wie es niemand erzählt.
Nicht die Postkarten. Die Geschichten, die selbst Einheimische nicht kennen – dir ins Ohr geflüstert, genau dort, wo sie geschahen.
Die mittelalterlichen Verteidigungsanlagen der Stadt sind bemerkenswert intakt, doch ein Teil diente einst einem ganz bestimmten und sehr praktischen Zweck.
Dieses einladende Hotel hat eine Vergangenheit, die sowohl im Klosterleben als auch in einer wichtigen lokalen Industrie verwurzelt ist.
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KaufenDie Geschichte von Iphofen
Iphofen, eine bezaubernde Stadt in Deutschlands fränkischer Weite, bietet mit ihrer bemerkenswert gut erhaltenen mittelalterlichen Architektur und einer blühenden Weinkultur eine Zeitreise. Die Stadt mit rund 4.500 Einwohnern ist bekannt für ihre vollständige mittelalterliche Stadtmauer, ehrwürdige Gebäude und ausgedehnte Weinberge. Besucher können durch alte Gassen schlendern, Fachfassaden bewundern und einen Marktplatz erkunden, der sich wie unberührt vom Lauf der Jahrhunderte anfühlt. Iphofen bietet eine ruhige Auszeit, die Geschichte, Kultur und die natürliche Pracht der fränkischen Landschaft miteinander verbindet.
Vom Königshof zur Weinhauptstadt
Iphofens dokumentierte Geschichte reicht bis ins Jahr 741 n. Chr. zurück, als es erstmals als fränkischer Königshof erschien. Seine Ernteerträge wurden dem neu gegründeten Bistum Würzburg zugesprochen, und die Stadt hatte eine strategische Position an einer wichtigen Route, die Frankfurt, Würzburg, Fürth und Regensburg verband. 1293 erhielt Iphofen von den Bischöfen von Würzburg die Stadtrechte, was seine Bedeutung unterstrich, als das Hochstift seine territorialen Bestrebungen ausweitete und Iphofen als seine südöstliche Grenzansiedlung etablierte.
Im Laufe des 14. und 15. Jahrhunderts erwarb das Bistum Würzburg stetig Rechte von anderen Adelsfamilien, die an Iphofen interessiert waren, und festigte seine Herrschaft. Die Verteidigungsanlagen der Stadt begannen Gestalt anzunehmen, wobei die erste Phase der Stadtmauer bis 1349 fertiggestellt und weitere Bereiche bis 1421 eingemeindet wurden. Der Bau der beeindruckenden St. Veitskirche, einer Verschmelzung von gotischen, Renaissance- und frühbarocken Designs, begann 1414, ein Zeugnis des ungebrochenen Geistes der Stadt trotz der finanziellen Schwierigkeiten ihrer damals 1.800 Einwohner.
Iphofens Wohlstand im Mittelalter basierte auf Wein, Gips und Holz. Die Würzburger Bischöfe prägten die Entwicklung der Stadt bis zur Säkularisation im Jahr 1810, als Iphofen ein fester Bestandteil des Königreichs Bayern wurde. Das 16. Jahrhundert sah den Einfluss von Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn, einem prominenten Theologen, Politiker und Baumeister, nach dem Iphofens berühmtester Weinberg benannt ist. Die Stadt überstand auch Perioden der Pest und des Dreißigjährigen Krieges, wobei Söldnertruppen die Region bereits 1620 heimsuchten. In jüngerer Zeit wurde Iphofen zur Basis für das weltweit größte familiengeführte Gipsunternehmen Knauf, das 1949 hier seine erste Anlage errichtete.
Beginnen Sie Ihre Erkundung in Iphofens Altstadt, wo gut erhaltene mittelalterliche Strukturen, Fachwerkhäuser und schmale alte Gassen zu gemächlichen Spaziergängen einladen. Der Marktplatz dient als zentraler Punkt, um die Atmosphäre aufzusaugen, vielleicht bei einer Mahlzeit oder einem Getränk in einem lokalen Etablissement. Hier finden Sie das barocke Rathaus aus den Jahren 1716-1718 und den Marienbrunnen mit einer barocken Marienstatue.
Besuchen Sie die St. Veitskirche (auch St. Veit genannt), ein beeindruckendes Beispiel gotischer Architektur, das auch Renaissance- und frühbarocke Elemente integriert. Im Inneren können Sie eine Madonna-Skulptur aus dem 15. Jahrhundert aus Lindenholz und historische Chorglasfenster bestaunen. Die vollständige mittelalterliche Stadtmauer mit ihren Toren und Türmen ist ein bedeutendes Merkmal und bietet eine greifbare Verbindung zur Vergangenheit Iphofens. Für ein tieferes Verständnis des regionalen Erbes zeigt das Iphofen Knauf Museum lokale Geschichte und Kultur neben seiner überraschenden Sammlung antiker Reliefreproduktionen. Verpassen Sie nicht die Gelegenheit, Iphofens gefeierte Weinkultur zu erleben; probieren Sie lokale Weine in den zahlreichen Kellern der Stadt oder unternehmen Sie einen Weinwanderweg durch die umliegenden Weinberge.
Die günstigste Zeit für Aktivitäten bei warmem Wetter in Iphofen ist von Ende Juni bis Anfang September. In diesem Zeitraum liegen die durchschnittlichen täglichen Höchsttemperaturen über 20°C, wobei der Juli mit durchschnittlich 24°C der wärmste Monat ist. Im August ist der Himmel am klarsten, und obwohl der Juli die meisten Niederschläge verzeichnet, sind feuchte Bedingungen das ganze Jahr über selten. Frühling (April-Juni) und Herbst (September-Oktober) bieten ebenfalls angenehmes Wetter mit weniger Besuchern, was sie ideal für die Erkundung der Stadt und der Weinberge macht. Das Iphofen Weinfest, oder Marktplatz Winzerfest, findet jährlich am zweiten Juliwochenende statt.
Iphofen liegt im Landkreis Kitzingen, Bayern, Deutschland, etwa 9 km südöstlich von Kitzingen und etwa 10 km vom Main entfernt. Die nächste Großstadt ist Würzburg. Sie können Iphofen mit dem Zug erreichen, der Bahnhof liegt etwa 800 Meter von der Altstadt entfernt. Innerhalb der Stadt ist die Altstadt leicht zu Fuß zu erkunden. Die Touristinformation befindet sich am Kirchplatz und bietet hilfreiche Ratschläge und regionale Informationen. Zum Essen bietet der Marktplatz zahlreiche Restaurants und Cafés. Viele Weingüter bieten Verkostungen an, und die Vinothek Iphofen präsentiert eine große Auswahl von 20 lokalen Winzern.
- Wofür ist Iphofen bekannt?
- Iphofen ist vor allem für seine gut erhaltene mittelalterliche Stadtmauer und historische Architektur sowie für seine bedeutende Weinproduktion, insbesondere fränkische Weine aus der Silvaner-Traube, bekannt.
- Wie alt ist Iphofen?
- Iphofen wurde erstmals im Jahr 741 n. Chr. in historischen Dokumenten erwähnt, was die Stadt fast 1.300 Jahre alt macht.
- Was kann man in Iphofen außer Weinproben unternehmen?
- Neben Weinproben können Besucher die historische Altstadt erkunden, die St. Veitskirche besuchen, das Knauf Museum entdecken, entlang der mittelalterlichen Stadtmauer spazieren und die Wanderwege durch die umliegenden Weinberge genießen.
- Ist Iphofen gut zu Fuß erreichbar?
- Ja, Iphofens Altstadt ist nicht besonders groß und lässt sich daher leicht und angenehm zu Fuß erkunden.
- Wo finde ich Touristeninformationen in Iphofen?
- Die Touristinformation Iphofen befindet sich am Kirchplatz 1, auf dem Kirchplatz.
- Was ist das Iphofen Knauf Museum?
- Das Iphofen Knauf Museum zeigt die Geschichte und Kultur der Region und beherbergt eine einzigartige Sammlung präziser Reproduktionen von Reliefs aus verschiedenen antiken Kultur Epochen.
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