Dieses hoch aufragende Wahrzeichen von Greifswald birgt ein Geheimnis aus seiner Vergangenheit, das jeden Architekten erschaudern ließe.
Harald909 / CC BY-SA 3.0, via Wikimedia CommonsGreifswald
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“Where Hanseatic heritage meets academic vibrancy on the Baltic coast.”
Greifswald, wie es niemand erzählt.
Nicht die Postkarten. Die Geschichten, die selbst Einheimische nicht kennen – dir ins Ohr geflüstert, genau dort, wo sie geschahen.
Die romantischen Ruinen der Abtei Eldena, berühmt dargestellt von Caspar David Friedrich, waren einst eine praktische Quelle für Neubauten.
Der lebhafte Marktplatz, das Herz Greifswalds, hat eine überraschende Entstehungsgeschichte, die mit einer mittelalterlichen Rivalität verbunden ist.
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KaufenDie Geschichte von Greifswald
Greifswald, offiziell bekannt als die Universitäts- und Hansestadt Greifswald, entfaltet sich entlang der deutschen Ostseeküste. Mit rund 59.000 Einwohnern ist es ein Ort, an dem mittelalterliche Geschichte mit dem energiegeladenen Puls einer bedeutenden Studentenschaft verschmilzt – jeder vierte Einwohner ist Student. Der architektonische Charakter der Stadt wird maßgeblich von ihren Backsteingotik-Gebäuden geprägt, ein Zeugnis ihrer Vergangenheit als wohlhabender Hansaport.
## Von Mönchen zur Moderne Die Geschichte Greifswalds beginnt 1199 mit dänischen Zisterziensermönchen, die die Abtei Eldena an der Mündung des Ryck gründeten. Dieses Gebiet, damals unbesiedeltes Waldland, markierte eine Grenze zwischen dem dänischen Fürstentum Rügen und der pommerschen Grafschaft Gützkow. Die Mönche erhielten den Standort vom Rügenfürsten Jaromar I., der auch eine natürliche Salzquelle umfasste – eine wertvolle Ressource für den Handel.
Die Siedlung, Gryp(he)swold(e) genannt, was auf Plattdeutsch „Wald des Greifen“ bedeutet, erhielt 1241 Marktrechte und 1250 eine Stadtgründung nach Lübischem Recht. Der Salzhandel trieb die Abtei Eldena zu einem einflussreichen religiösen Zentrum, während Greifswald zu einer bekannten Marktgemeinde heranwuchs. Bis zum Ende des 13. Jahrhunderts führte das stetige Bevölkerungswachstum dazu, dass Greifswald 1278 eines der frühesten Mitglieder der Hanse wurde, was seinen Handel und Wohlstand erheblich steigerte. Die Unabhängigkeit der Stadt festigte sich nach 1296, da die Bürger nicht mehr im pommerschen Heer dienen mussten und die Herzöge dort nicht mehr residierten.
Ein entscheidender Moment kam 1456, als Bürgermeister Heinrich Rubenow die Universität Greifswald gründete, eine der ältesten Universitäten Deutschlands. Die Gründungsfeier der Universität fand im Dom St. Nikolai statt, der bis heute Universitätsveranstaltungen beherbergt. Während der Reformation wurde die Abtei Eldena säkularisiert, ihr Besitz ging an die pommerschen Herzöge über und ihre gotischen Backsteingebäude wurden für den lokalen Bau abgebaut.
Greifswald kam 1648 nach dem Westfälischen Frieden unter schwedische Herrschaft und blieb über anderthalb Jahrhunderte Teil von Schwedisch-Pommern, bis es 1815 Teil Preußens wurde. Die Stadt überstand den Zweiten Weltkrieg weitgehend unbeschädigt und ergab sich 1945 kampflos der Roten Armee. Nach dem Krieg fiel sie unter sowjetische Besatzung und wurde später Teil der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Während der DDR-Ära wurden viele mittelalterliche Gebäude vernachlässigt oder abgerissen, um Platz für Plattenbau-Wohnungen zu schaffen. Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 wurden erhebliche Investitionen zur Verbesserung der städtischen Infrastruktur und Wirtschaft getätigt. Im Jahr 2005 nahm Greifswald offiziell den Titel „Universitäts- und Hansestadt“ an.
Beginnen Sie Ihre Erkundung auf dem Marktplatz, dem historischen Herzen Greifswalds. Er ist gesäumt von restaurierten Giebelhäusern und dem gotischen Rathaus, die die Handelstradition der Stadt widerspiegeln. Der Platz ist ein zentraler Ort für Märkte und städtische Veranstaltungen.
Die drei Backsteingotik-Kirchen Greifswalds prägen die Skyline: der Dom St. Nikolai, die St. Marien-Kirche und die St. Jacobi-Kirche. St. Nikolai, die größte, verfügt über einen 100 Meter hohen Turm mit einer Aussichtsplattform, die weite Blicke bis zur Insel Rügen bietet. Die Ruinen der Abtei Eldena, ein 1199 gegründetes Zisterzienserkloster, sind ein bedeutendes Denkmal der Romantik, das von Caspar David Friedrich berühmt dargestellt wurde.
Für einen Einblick in die maritime Seele der Stadt besuchen Sie den Museumshafen, der als größter Museumshafen Deutschlands gilt und über 50 historische Schiffe beherbergt. Viele dieser Schiffe werden noch von ihren Besitzern bewohnt und nehmen an Regatten teil. Das nahe gelegene Viertel Wieck bietet die Atmosphäre eines malerischen Fischerdorfes mit reetgedeckten Häusern und einer historischen hölzernen Klappbrücke, die noch von Hand bedient wird.
Tauchen Sie im Pommerschen Landesmuseum in die lokale Kunst und Geschichte ein. Es beherbergt Originalgemälde von Caspar David Friedrich und den seltenen Croy-Teppich aus dem 16. Jahrhundert. Das Caspar-David-Friedrich-Zentrum, das sich im Geburtshaus des Künstlers befindet, bietet Einblicke in sein Leben und das Seifensiedergewerbe seiner Familie.
Naturliebhaber können den Botanischen Garten der Universität erkunden, der 1793 angelegt wurde und historische Gewächshäuser sowie vielfältige Pflanzensammlungen beherbergt. Der Tierpark Greifswald bietet eine Sammlung von über 400 Tieren, die sich auf heimische und vertraute Arten konzentriert.
Die angenehmste Zeit für Aktivitäten bei warmem Wetter in Greifswald ist von Mitte Juni bis Anfang September. In diesen Monaten liegen die durchschnittlichen Tagestemperaturen zwischen 18–19°C und erreichen tagsüber oft angenehme 22–23°C. Obwohl der Sommer milde Bedingungen bietet, sollten Sie auf einige Regenfälle vorbereitet sein, da der Juli typischerweise der feuchteste Monat ist. Frühling und Herbst bieten mildere Temperaturen und eine angenehme Atmosphäre für Erkundungen. Die Winter sind kühl, aber generell mild, mit Temperaturen oft knapp über dem Gefrierpunkt.
Greifswald ist eine kompakte Stadt, die sich gut zu Fuß erkunden lässt. Angesichts seines Status als Universitätsstadt und seiner engen Gassen gilt es auch als „Fahrradstadt“, mit flacher Umgebung, die ideal zum Radfahren ist. Der öffentliche Nahverkehr wird von den Stadtwerken Greifswald betrieben, die sechs Buslinien betreiben, die normalerweise den zentralen Busbahnhof (ZOB) durchqueren oder von dort abfahren. Für Reisende, die weiter entfernte Ziele ansteuern, bieten Regionalzüge vom Greifswalder Hauptbahnhof bequeme Verbindungen zu nahe gelegenen Städten wie Stralsund oder zur Insel Usedom.
Für internationale Reisende sind große Flughäfen wie Kopenhagen (CPH) oder Stettin (SZZ) in Polen eine Option, gefolgt von einer Zug- oder Mietwagenfahrt. Innerhalb Deutschlands hat Greifswald direkte Zugverbindungen zu wichtigen Knotenpunkten wie Rostock und Berlin. Die Unterkünfte bestehen hauptsächlich aus kleinen Privathotels, die den friedlichen Charakter der Stadt widerspiegeln. Das gastronomische Angebot in Greifswald ist oft auf Studenten ausgerichtet, was bedeutet, dass die Preise generell demokratisch sind. Probieren Sie unbedingt ein traditionelles Fischbrötchen mit marinierter Bismarckhering oder gebratenen Hornfisch im Mai, bekannt für seine ungewöhnlich grünen Gräten.
- Wofür ist Greifswald bekannt?
- Greifswald ist bekannt als historischer Hansaport, Universitätsstadt und Geburtsort des romantischen Malers Caspar David Friedrich. Es ist auch bekannt für seine Backsteingotik-Architektur und die stimmungsvollen Ruinen der Abtei Eldena.
- Ist Greifswald ein guter Ort für einen Besuch?
- Ja, Greifswald bietet eine einzigartige Mischung aus historischem Charme, lebendiger Kulturszene und Küstenlandschaften. Es ist ideal für Geschichts-, Kunst- und Outdoor-Interessierte mit einer entspannten Lebensweise.
- Wie viele Tage sollte ich in Greifswald verbringen?
- Drei Tage reichen für einen kurzen Besuch, um die Hauptattraktionen abzudecken. Wenn Sie die Stadt jedoch in vollen Zügen erleben und nahegelegene Gebiete wie Rügen oder Usedom erkunden möchten, planen Sie mindestens sieben bis zehn Tage ein.
- Was sind die Hauptattraktionen in Greifswald?
- Zu den Hauptattraktionen gehören der historische Marktplatz, der Dom St. Nikolai, die Ruinen der Abtei Eldena, der Museumshafen, das Fischerdorf Wieck, das Pommersche Landesmuseum und das Caspar-David-Friedrich-Zentrum.
- Ist Greifswald für Familien mit Kindern geeignet?
- Ja, Greifswald bietet viele familienfreundliche Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten. Der Tierpark Greifswald und der Strand von Eldena sind beliebte Optionen für Besucher mit Kindern.
- Welches lokale Essen sollte ich in Greifswald probieren?
- Sie sollten ein *Fischbrötchen* probieren, oft mit Bismarckhering. Wenn Sie im Mai zu Besuch sind, suchen Sie nach gebratenem Hornfisch, einer saisonalen Delikatesse mit überraschend grünen Gräten.
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