Unter den alten Mauern des Hildesheimer Doms trotzt ein legendärer Rosenstock seit Jahrhunderten den Zeiten, seine Wurzeln sind mit der Gründung der Stadt verwoben. Doch die 'tausendjährige Rose' ist nicht ganz das, was sie zu sein scheint.
Tilman2007 / CC BY-SA 3.0, via Wikimedia CommonsHildesheim
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“Where a thousand-year-old rose blooms amidst a rebuilt medieval dream.”
Hildesheim, wie es niemand erzählt.
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Die Fachwerkhäuser des Hildesheimer Marktplatzes vermitteln ein Bild mittelalterlichen Charmes, doch diese malerische Szene ist eine relativ neue Schöpfung. Der Platz birgt ein Geheimnis bemerkenswerter Wiedergeburt.
Die St. Michaelis-Kirche, ein UNESCO-Weltkulturerbe, ist ein Meisterwerk ottonischer Architektur, das für seine filigranen Details bekannt ist. Aber einer ihrer berühmtesten Schätze, die Bernwardstüren, befindet sich heute tatsächlich nicht mehr in ihren Mauern.
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KaufenDie Geschichte von Hildesheim
Hildesheim, eine Stadt in Niedersachsen, Norddeutschland, bietet eine fesselnde Mischung aus alter Geschichte und bemerkenswerter Widerstandsfähigkeit. Südöstlich von Hannover am Fluss Innerste gelegen, ist es ein Ort, an dem über tausend Jahre Geschichte in seine Steine und Geschichten eingraviert sind. Obwohl ein Großteil seines mittelalterlichen Kerns im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, hat Hildesheim eine außergewöhnliche Rekonstruktion erfahren, die seinen historischen Marktplatz und zwei UNESCO-Weltkulturerbestätten wieder zum Leben erweckt hat.
Hildesheim wird oft zugunsten größerer deutscher Städte übersehen, behauptet sich aber als kulturelles Reiseziel und lädt Besucher ein, sein einzigartiges Erbe zu entdecken. Vom legendären 'tausendjährigen Rosenstock' am Dom bis zu den sorgfältig wiederaufgebauten Fachwerkhäusern bietet die Stadt eine greifbare Verbindung zu ihrer Vergangenheit. Es ist eine kompakte Stadt, die sich leicht zu Fuß erkunden lässt und in der jede Ecke ein Stück ihres beständigen Geistes offenbart.
Vom Bistum zur Hansestadt
Hildesheims Geschichte beginnt im Jahr 815 n. Chr., als Kaiser Ludwig der Fromme in der Nähe einer Furt über die Innerste ein Bistum gründete, ein strategischer Punkt an der Handelsroute Hellweg. Dieser Gründungsakt ist eng mit der Legende des 'tausendjährigen Rosenstocks' am Dom verbunden, einem Symbol für die beständigen Wurzeln der Stadt. Die Siedlung wuchs schnell um den Dom herum, und 983 verlieh König Otto III. ihr das Marktrecht.
Bis 1249 hatte Hildesheim Stadtrechte erlangt und war eine der größten Städte Norddeutschlands. Vier Jahrhunderte lang hatten die Geistlichen das Sagen, aber der Bau eines Rathauses im Jahr 1268 markierte eine Wende, die den Bürgern mehr Einfluss und Unabhängigkeit verschaffte. 1367 trat Hildesheim der mächtigen Hanse bei und entwickelte sich von einer kleinen Stadt zu einer blühenden Handelsstadt und einem zentralen Wirtschaftszentrum in Norddeutschland. Das 11. Jahrhundert war eine Zeit bedeutender kultureller Blüte, insbesondere unter den Bischöfen Bernward (993-1022) und Gotthard (1022-1038), die die Entwicklung Hildesheims zu einem renommierten Kulturzentrum förderten.
Krieg, Zerstörung und Wiedergeburt
Die Stadt wurde 1542 lutherisch, wobei nur der Dom und einige wenige andere Gebäude unter römisch-katholischer Herrschaft blieben. Der Dreißigjährige Krieg im 17. Jahrhundert brachte wirtschaftliche Turbulenzen und den Verlust der Unabhängigkeit. In den folgenden Jahrhunderten wurde Hildesheim Teil von Preußen, dann Westfalens und schließlich des Königreichs Hannover, bevor es 1866 wieder zu Preußen zurückkehrte.
Hildesheims mittelalterlicher Charakter mit seinen malerischen Fachwerkhäusern blieb bis in die letzten Monate des Zweiten Weltkriegs weitgehend erhalten. Am 22. März 1945 vernichtete ein verheerender Luftangriff einen Großteil des historischen Stadtzentrums und forderte über 1.500 Menschenleben. Unmittelbar danach hatte der praktische Wiederaufbau Vorrang, und einige historische Stätten wurden durch moderne Gebäude ersetzt. Ein bedeutender Wendepunkt kam jedoch in den 1980er Jahren. Ein konzertierter Einsatz, angeheizt durch Spenden und historische Aufzeichnungen, führte zum sorgfältigen Wiederaufbau des historischen Marktplatzes, einschließlich des ikonischen Knochenhaueramtshauses. Dieses ehrgeizige Projekt stellte einen Großteil des verlorenen Glanzes Hildesheims wieder her und ermöglichte es der Stadt, ihren mittelalterlichen Charme zurückzugewinnen.
Hildesheims Hauptattraktionen konzentrieren sich auf seine beiden UNESCO-Weltkulturerbestätten und den wiederaufgebauten Marktplatz. Beginnen Sie am Historischen Marktplatz (Marktplatz), einem Ensemble sorgfältig wiederaufgebauter Fachwerkhäuser. Das Knochenhaueramtshaus, mit seiner verzierten Fassade und den farbenfrohen Malereien, ist ein Höhepunkt und beherbergt heute ein Restaurant und das Stadtmuseum. In der Nähe zeigen das Bäckeramtshaus und das Wedekindhaus ebenfalls beeindruckende Fachwerkarchitektur.
Nur einen kurzen Spaziergang vom Marktplatz entfernt befindet sich der St. Marien-Dom (Mariendom), ein romanisches Meisterwerk, das nach Kriegszerstörungen wiederaufgebaut wurde. Er beherbergt bedeutende Kunstschätze, darunter die alten Bronzetüren des Bischofs Bernward und den Hezilo-Leuchter. Im Domhof finden Sie den legendären 'tausendjährigen Rosenstock', ein Symbol für die Widerstandsfähigkeit der Stadt.
Die andere UNESCO-Weltkulturerbestätte ist die St. Michaelis-Kirche (Michaeliskirche), eine frühe romanische Basilika, die für ihre unverwechselbare Architektur und die älteste bemalte Holzdecke Europas, die den Stammbaum Jesu darstellt, bekannt ist. Für einen Panoramablick über die Stadt sollten Sie den Turm der St. Andreas-Kirche (St. Andreas) besteigen, die den höchsten Kirchturm Niedersachsens hat. Gegenüber von St. Andreas steht der Umgestülpte Zuckerhut, ein ungewöhnliches Fachwerkhaus. Das Roemer- und Pelizaeus-Museum bietet umfangreiche Sammlungen altägyptischer und peruanischer Artefakte, die zu den wichtigsten weltweit zählen.
Die beste Zeit für einen Besuch in Hildesheim für Aktivitäten bei warmem Wetter ist von Ende Juni bis Anfang September, wenn die durchschnittlichen Tagestemperaturen zwischen 19°C und 24°C liegen. Mai und September bieten ebenfalls angenehmes Wetter für Besichtigungen. Obwohl Juli der wärmste Monat ist, verzeichnet er auch die meisten Niederschläge, daher ist eine leichte Jacke oder Regenjacke ratsam. April, als Nebensaison betrachtet, bietet moderate Besucherzahlen und die Chance, den berühmten Rosenstock beginnen zu sehen. Für diejenigen, die festliche Atmosphären mögen, veranstaltet Hildesheim von Ende November bis Heiligabend einen traditionellen Weihnachtsmarkt vor dem Knochenhaueramtshaus.
Hildesheim ist mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Es liegt nur 30 Kilometer südöstlich von Hannover, wo sich der nächstgelegene große internationale Flughafen (HAJ) befindet. Vom Flughafen Hannover können Sie mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof Hannover fahren und dann mit einem Regionalzug nach Hildesheim. Direkte ICE-Zugverbindungen verbinden Hildesheim mit deutschen Großstädten wie Berlin, Frankfurt und München.
Sobald Sie in Hildesheim sind, ist das Stadtzentrum kompakt und am besten zu Fuß zu erkunden. Ein gut ausgebautes Busnetz (Stadtverkehr Hildesheim - SVHI) deckt alle Hauptbereiche ab, mit Einzelfahrkarten und Tageskarten. Taxis sind ebenfalls eine Option. Die offizielle Währung ist der Euro (EUR), und Kredit-/Debitkarten werden weithin akzeptiert. Hildesheim ist im Allgemeinen eine sichere Stadt, aber Standardvorkehrungen, wie z. B. die Achtsamkeit auf Ihr Eigentum in überfüllten Bereichen, werden immer empfohlen.
- Was sind die wichtigsten UNESCO-Welterbestätten in Hildesheim?
- Hildesheim beherbergt zwei UNESCO-Weltkulturerbestätten: den St. Marien-Dom (Mariendom) und die St. Michaelis-Kirche (Michaeliskirche), die beide für ihre außergewöhnliche romanische Architektur und Kunst anerkannt sind.
- Ist Hildesheims historisches Stadtzentrum original?
- Obwohl Hildesheim eine lange Geschichte hat, wurden sein historischer Marktplatz und viele Fachwerkhäuser in den 1980er Jahren sorgfältig rekonstruiert, nachdem sie im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört worden waren.
- Was ist der 'tausendjährige Rosenstock'?
- Der 'tausendjährige Rosenstock' ist eine legendäre Hundsrose, die an der Apsis des St. Marien-Doms wächst. Obwohl sein genaues Alter umstritten ist, ist er ein starkes Symbol für die Widerstandsfähigkeit der Stadt und wird auf 300 bis 500 Jahre geschätzt.
- Wie kommt man am besten durch Hildesheim?
- Das Stadtzentrum von Hildesheim ist zu Fuß erreichbar, und ein lokales Busnetz (SVHI) bietet bequeme Transportmöglichkeiten in andere Gebiete. Ein Mietwagen ist für die Erkundung der Stadt selbst nicht notwendig.
- Welche Währung wird in Hildesheim verwendet?
- Die offizielle Währung in Hildesheim und in ganz Deutschland ist der Euro (EUR).
- Ist Hildesheim sicher für Touristen?
- Hildesheim gilt im Allgemeinen als sichere Stadt mit einer niedrigen Kriminalitätsrate. Es ist ratsam, Standardvorkehrungen zu treffen, insbesondere in überfüllten Bereichen oder schlecht beleuchteten Teilen der Stadt bei Nacht.
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